Autorisierter IWC-Servicepartner · Schramberg
IWC.

IWC-Service nach Schaffhausen-Vorgaben.

Wir sind offiziell gelisteter IWC-Servicepartner und arbeiten nach Hersteller-Vorgaben — mit Originalteilen, Pellaton-spezifischem Werkzeug und herstellerzertifizierten Uhrmachern. 24 Monate Garantie auf alle Arbeiten.

IWC-Modelle

Modelle, die wir oft sehen.

Eine Auswahl der IWC-Linien, für die wir besonders oft Service- und Reparatur-Aufträge bekommen.

7-Tage-Pellaton · seit 1939

Portugieser

Portugieser Automatic, Chronograph, Annual Calendar, Perpetual Calendar. Cal. 52000-Familie mit zwei Federhäusern und 7-Tage-Gangreserve.

RAF-Tradition · seit 1936

Pilot's Watch

Big Pilot, Mark XX, Pilot Chronograph, Top Gun Keramik. Vom Cal. 5111 mit 7-Tage-Pellaton bis zum Cal. 89361-Manufaktur-Doppelchronograph.

Anti-Magnet · Genta-Erbe

Ingenieur

Vom Vintage-Cal. 8531-Pionier (1955) zur aktuellen Genta-Re-Issue mit Cal. 32111. Service in magnetfeld-armer Werkstatt-Umgebung.

Tauchsport · seit 1967

Aquatimer

Aquatimer Automatic, Chronograph mit Cal. 89365, Deep Three. Druckprüfung bis 200 Bar, Quick-Change-Bandsystem-Wartung.

Komplikationen · Klaus-Kalender

Da Vinci

Da Vinci Perpetual Calendar Cal. 89630 mit ewigem Kalender, Mondphase, Chronograph in einem Werk. Programmierung bis 2499.

Klassik · seit 1984

Portofino

Flach, formal-elegant, Drei-Zeiger und Mondphase. Cal. 35111 (klassisch) oder Cal. 52000 (Portofino 7 Days).

IWC Schaffhausen — eine Manufaktur am Rhein

Die Geschichte beginnt 1868 in Schaffhausen, als der amerikanische Uhrmacher Florentine Ariosto Jones aus Boston die International Watch Company gründet. Jones’ Idee: eine Hybrid-Manufaktur, die amerikanische Industrie-Maschinerie mit Schweizer Uhrmacher-Handwerk verbindet. Schaffhausen wird gewählt wegen der Wasserkraft des Rheins — die Maschinen brauchten zuverlässig fließende Energie, lange bevor Elektrizität verfügbar war. Bis heute sitzt IWC am gleichen Standort am Rheinufer.

In den ersten Jahrzehnten produziert IWC vor allem Taschenuhren-Werke. Der erste große industrielle Erfolg: das Cal. 52 der 1880er, das den Standard für Pendant-Aufzug-Werke setzt. Die Übergang zur Armbanduhr erfolgt in den 1930er-Jahren, mit Modellen wie der Portofino und der Mark IX (erste Pilot-Uhr für die britische Royal Air Force, 1936).

1939 entwickelt IWC die Beobachtungsuhr „B-Uhr” für die deutsche Luftwaffe — eine 55-mm-Pilotenuhr mit großer Krone für das Bedienen mit Fliegerhandschuhen, mit dem Cal. 52 T.S.C. als Werk. Daraus entstehen Jahrzehnte später die Big Pilot’s Watches, mit dem charakteristischen Konus-Krone und dem ikonischen Zifferblatt-Layout. 1946 präsentiert IWC das Cal. 89, das bis heute (in modernisierter Form) eines der zuverlässigsten Handaufzug-Werke der Welt ist und in IWC-Vintage-Modellen wie der Portuguese sowie modernen Cal. 89-Chronographen weiterlebt.

1950 entwickelt der IWC-Uhrmacher Albert Pellaton den nach ihm benannten Aufzugsmechanismus: zwei federbelastete Klemmrollen mit Hebel-Klauen, die das Aufzugrad in beide Drehrichtungen mitnehmen. Der Pellaton-Aufzug ist bidirektional und extrem effizient — eine Big Pilot mit modernem Cal. 5111 zieht sich in unter 30 Minuten Tragen voll auf. Bis heute gilt der Pellaton als einer der durchdachtesten Aufzugsmechanismen der Schweizer Uhrmacherei und ist in fast allen IWC-Manufakturkalibern verbaut.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat IWC das eigene Manufaktur-Profil systematisch ausgebaut. Cal. 51011 / 52000-Familie: lange Gangreserve (7 Tage), Pellaton-Aufzug. Cal. 89360: Doppel-Chronograph mit Cal. 89-Erbe. Cal. 32000 / 32011: kleinere Manufaktur-Werke für 38–40-mm-Modelle. Plus Cal. 79320 (Valjoux 7750-basiert) für klassische Chronographen wie Pilot Chronograph und Aquatimer.

Pellaton-Aufzug — was wir am Werk machen

Der Pellaton-Aufzug ist IWCs technische Differenzierung gegenüber der Konkurrenz. Das Prinzip: zwei Klemmrollen mit federbelasteten Hebel-Klauen ziehen das Aufzugrad in beide Drehrichtungen der Schwungmasse mit. Der Wirkungsgrad ist deutlich höher als bei klassischen Klinken-Aufzügen — und gleichzeitig anfälliger für Verschleiß, weil die Klauen-Klemmrolle-Schnittstelle ein dynamisches mechanisches System ist.

Service-Aufgaben am Pellaton-Aufzug:

  1. Klemmrollen-Zustand prüfen — Oberfläche auf Mikro-Risse, Verschleißkanten, Glätte am Lagerring untersuchen. Bei Verschleiß: Klemmrolle als Original-Bauteil tauschen, nicht aufarbeiten.
  2. Klauen-Federn auf Spannung prüfen — die Federn müssen die Klauen mit definiertem Druck gegen die Klemmrolle pressen. Zu wenig: Aufzug schlupft. Zu viel: Verschleiß steigt.
  3. Aufzugrad auf Zahn-Verschleiß — die Verzahnung zur Klemmrolle ist eng. Bei Vintage-Aufzügen oft mikroskopischer Zahn-Verschleiß sichtbar; bei modernen Werken meist intakt.
  4. Justage der Schwungmasse — die Schwungmasse muss ohne Zwischen-Spiel laufen, sonst entsteht Vibrations-Verschleiß. Justage am Mikroskop.
  5. Schmierung — Pellaton-spezifisches Öl an exakt definierten Punkten. Falsches Öl reduziert den Wirkungsgrad sofort um 30 bis 50 Prozent — typischer Folgeeffekt: die Uhr läuft nach Service nur noch 3 Tage statt 7.

Wir warten alle Pellaton-Generationen — vom Vintage-Cal. 853 über das klassische Cal. 8541 bis zu modernen Cal. 51011 / 52000 / 52850 / 52615 / 89360. Mit Original-Werkzeug und Original-Schmierstoffen aus dem Hersteller-Bezug.

Modelle im Detail — was bei der Revision zu tun ist

Innerhalb der Modell-Linien sehen wir jeweils mehrere Werks-Generationen mit unterschiedlichem Service-Profil. Eine Big Pilot Cal. 5111 hat mit einer Vintage-Mark XI nur den Namen gemeinsam; ein Ingenieur 32111 Genta-Re-Issue funktioniert grundlegend anders als ein Ingenieur Cal. 8531 von 1955.

Portugieser Automatic — die 7-Tage-Ikone

Die Portugieser Automatic mit Cal. 52010 ist die meistgesehene Portugieser in der Werkstatt. 7-Tage-Gangreserve über zwei in Reihe geschaltete Federhäuser, Pellaton-Aufzug, 168 Stunden Lauf-Garantie. Service-Charakteristika: die zwei Federhäuser werden einzeln zerlegt und gereinigt, Schmierfolge folgt der IWC-Service-Spezifikation für 52000-Familien-Werke. Das Pellaton-System ist engtoleriert — wir kontrollieren die Klemmrollen mikroskopisch auf Verschleißkanten und die Klauen-Federn auf Spannung. Ein häufiger Befund nach 5-6 Jahren Tragen: Pellaton-Wirkungsgrad gesunken, Gangreserve auf 4-5 Tage statt 7. Die Reparatur ist ein Standard-IWC-Service mit Klemmrollen-Wechsel und Werks-Schmierung. Wasserdichtigkeit der Portugieser Automatic prüfen wir bei 3 Bar mit Drucksprung — die Bezugs-Krone hat eine sensible Dichtung, die bei jedem Service erneuert wird.

Portugieser Chronograph — Klassiker und Doppel-Chrono

Die Portugieser Chronograph existiert in zwei klar getrennten Service-Welten. Ref. 3714 (Cal. 79350): Valjoux-7750-basiertes Chronograph-Werk, Sub-Zifferblätter bei 6/9/12 Uhr, kein Datum auf den meisten Versionen. Service-Praxis: Standard-Valjoux-Wartung, gut wartbar, Ersatzteile breit verfügbar — typische Service-Intervalle 5-7 Jahre. Ref. 3716 / 3717 (Cal. 89361): vollintegrierter IWC-Manufaktur-Doppelchronograph mit Cal.-89-Erbe und Flyback-Funktion. Service-Komplexität deutlich höher: Doppel-Chronograph hat Schalt-Schleppzeiger mit eigener Hemmung, Justage am Mikroskop Pflicht, 7-Tage-Test nach Service. Wir kalkulieren für Cal. 89361 typisch 6-8 Werkstatt-Wochen, weil Service-Komponenten direkt von IWC bezogen werden müssen und das Werk nach Zusammenbau einen Setzungs-Test braucht.

Portugieser Perpetual Calendar — die Komplikation

Die Portugieser Perpetual Calendar mit Cal. 52615 ist eine der komplexesten IWC-Komplikationen: ewiger Kalender mit Mondphase, Programmierung berücksichtigt Schaltjahre bis 2499, alle Anzeigen lassen sich über die Krone vorwärts laufen. Service ist Spezialarbeit — die Kalender-Schaltscheibe und die Datums-Schaltbrücke sind eng toleriert, eine falsche Justage kann den Kalender im Schaltjahr aus der Reihe bringen. Wir öffnen Perpetual-Calendar-Werke nur bei klarem Service-Bedarf, dokumentieren jeden Eingriff fotografisch, und führen den Funktionstest über 30 Tage durch (Datumssprung Monatsende, Mondphasen-Korrektur, Schaltjahr-Logik). Der Service-Aufwand ist deutlich höher als bei einer Standard-Portugieser, dafür ist die Komplikation bei sachgerechter Wartung extrem langlebig — Cal.-52615-Werke aus der ersten Generation laufen heute (mit Service alle 8-10 Jahre) noch tadellos.

Big Pilot’s Watch — die 46-mm-Ikone

Die Big Pilot’s Watch (46 mm, Cal. 5111) ist die Pilot-Familie der größten Skalierung. Konische Krone, schwarzes Zifferblatt mit großer Schrift, klare B-Uhr-Linie. Service-Charakteristika: das Cal. 5111 ist ein 7-Tage-Pellaton-Werk mit besonderer Aufmerksamkeit auf die große Krone — die Bezugs-Krone hat einen langen Tubus und eine doppelte Dichtung, die bei Service erneuert wird; der Tubus wird auf Verschleiß kontrolliert (gelegentliche mikroskopische Fressspuren bei Trägern, die die Uhr häufig auf- und abziehen). Die 7-Tage-Gangreserve-Anzeige bei 9 Uhr ist mechanisch über ein Differential angetrieben — bei Service kontrollieren wir, dass Anzeige und Federhaus-Restspannung exakt synchronisiert laufen. Wasserdichtigkeit-Test bei 6 Bar (Big Pilot 5111-Standard).

Pilot’s Watch Chronograph — Klassiker und Cal.-89-Erbe

Die Pilot’s Watch Chronograph existiert mit zwei Werks-Familien. Mit Cal. 79320 (Valjoux-7750-Basis): klassischer Pilot-Chrono mit Tageskalender, Service-Standard. Häufigste Service-Anlässe: Drücker-Hängeln nach 4-5 Jahren (Schaltrad reinigen), Tachymeter-Lünette mit Drehspur-Lockerheit, gelegentlich Magnetisierung mit Gangabweichung +20 bis +40 s/Tag. Mit Cal. 89361 (vollintegrierter Manufaktur-Chronograph mit Cal.-89-Erbe und Flyback): höhere Service-Komplexität, Säulenrad-Justage, vertikale Kupplung, 7-Tage-Test. Bei Vintage-Pilot-Chronographen mit Tritium-Indices respektieren wir die Original-Patina — Tritium-Lume nicht abkratzen oder überlumieren, weil das den Sammlerwert deutlich senkt.

Top Gun-Keramik — die Werkstatt-Sonderfälle

Die Top Gun-Pilot’s Watch Chronograph ist mit Keramik-Gehäuse ausgestattet — schwarz, mattes Finish, mit oder ohne Carbon-Verbund. Service-Spezifika unterscheiden sich von Stahl- und Titan-Modellen: Keramik ist nicht klassisch polierbar (Kratzer können nicht ausgearbeitet werden, weil Keramik beim Polier-Versuch nur abgetragen wird), scharfe Gehäuse-Kanten müssen mit Diamant-Pads erhalten werden, Bandanstoss-Geometrie wird mit angepassten Aufnahmen gehalten. Wir empfehlen Top-Gun-Trägern, sichtbare Kratzer als Patina zu akzeptieren — eine echte Restauration wäre nur über Werks-Tausch des Gehäuses machbar. Mechanisch ist die Top Gun ein Standard-Cal.-79320- oder -89361-Werk; der Service-Aufwand am Werk ist normal.

Ingenieur Vintage — Genta-Design 1976

Die Ingenieur SL (Ref. 1832) von 1976 mit Cal. 8531 ist eine der drei großen Genta-Designs der 1970er, neben Patek Nautilus und Audemars Royal Oak. Sammlerwert deutlich gestiegen — Vintage-Service ist heute Spezialarbeit. Werks-Spezifika: das Cal. 8531 hat einen weichmagnetischen Innenkäfig, der das Werk vor Magnetfeldern abschirmt; Vintage-Werke laufen oft am unteren Toleranz-Rand (-2 bis +4 s/Tag in Werks-Toleranz), bei Service in Werks-Toleranz justiert lassen wir die Reglage in der Original-Stellung. Ersatzteile für Cal. 8531: schwierig — wir greifen primär auf NOS-Bezugsteile aus kuratierten Schweizer Lagern zurück und tauschen nur, was funktional unverzichtbar ist. Bei sichtbarer Genta-Lünette: Schraubenmuster nicht polieren — Original-Patina hält den Wert.

Ingenieur Automatic Genta-Re-Issue (2023)

Die aktuelle Ingenieur (seit 2023) ist die Wiederbelebung des Genta-Designs, mit Cal. 32111 als Manufaktur-Automatik. Service-Praxis ist anders als Vintage: Cal. 32111 ist ein modernes Werk mit 72 Stunden Gangreserve, gut zugänglich für Standard-Service. Aufwand: Standard-Automatik-Service mit Werks-Schmierung. Genta-Lünette mit dem charakteristischen Schraubenmuster wird bei Service vorsichtig gereinigt — die Schrauben dürfen nicht ausgehärtet werden, weil sie sich später nicht mehr lösen lassen. Mehrteiliges Stahl-Bracelet mit Faltschließe wird auf Sicherheitsstege geprüft.

Ingenieur Anti-Magnet (Vintage Ref. 666)

Die erste Ingenieur (Ref. 666, 1955) ist IWCs Anti-Magnet-Pionier. Cal. 8531 mit weichmagnetischem Innenkäfig — eine Konstruktion, die Rolex Milgauss (1956) und später Omega Aqua Terra >15.000 Gauss inspirierte. Service ist heute Vintage-Spezialarbeit: das Cal. 8531 wird in einem magnetfeld-armen Bereich der Werkstatt geöffnet, wir prüfen den Anti-Magnet-Käfig auf Korrosion und Maßhaltigkeit, Reglage in Werks-Toleranz, Funktionstest mit Magnetfeld-Tester (Restmagnetisierung darf nach Service nicht mehr nachweisbar sein). Original-Substanz erhalten — Zifferblatt mit Patina, Original-Cal. 8531-Werk, Original-Druckboden — weil bei dieser Vintage-Modell-Reihe der Sammlerwert stark von der Echtheit der Komponenten abhängt.

Aquatimer — die Tauch-Tradition seit 1967

Die Aquatimer-Linie geht zurück auf 1967, als IWC mit der ersten Aquatimer (Ref. 812) eine professionelle Tauchuhr mit 200 m Wasserdichtigkeit, drehbarer Innen-Lünette und Cal. 8541-Pellaton-Aufzug vorstellte. Aktuelle Aquatimer-Familie seit 2014 mit Cal. 30120 / 35111 (klassisch) und Cal. 89365 (Manufaktur-Chronograph mit Cal.-89-Erbe). Druckprüfung bis 30 Bar (Aquatimer Automatic) bzw. bis 200 Bar (Aquatimer Deep Three) Pflicht, Drehlünetten-Schaltrad-Mechanik wird zerlegt und gereinigt — bei Salzwasser-Trägern oft mit Korrosionsspuren am Schaltrad-Sitz. Quick-Change-Bandsystem (seit 2014 in mehreren Sub-Modellen verbaut) hat einen Federdrücker-Mechanismus an den Bandanstößen, der nach 30 bis 50 Bandwechseln Verschleiß zeigen kann — wir kontrollieren die Federdrücker-Spannung und tauschen sie bei Bedarf.

Da Vinci — die Komplikations-Familie

Die Da Vinci-Linie ist 1985 erstmals mit der Da Vinci Perpetual Calendar (Cal. 79061-Quarz mit ewigem Kalender, designed von Kurt Klaus) eingeführt worden — eine Konstruktion, die als erste die komplette Kalender-Programmierung über die Krone vorwärts laufen lässt, ohne separate Korrekturdrücker. Aktuelles Da-Vinci-Topmodell: Cal. 89630 mit ewigem Kalender, Mondphase und Chronograph in einem Werk. Service ist Spezialarbeit auf höchstem IWC-Niveau — Säulenrad-Chronograph-Justage, ewiger-Kalender-Schaltscheibe-Justage, Mondphase-Korrektur, 30-Tage-Funktionstest. Service-Aufwand höher als bei einer Portugieser Perpetual Calendar (Cal. 52615), weil die Chronograph-Kombination eine zusätzliche Hebel-Schaltung mit Säulenrad-Geometrie hinzufügt.

Portofino — die elegante Linie

Die Portofino ist seit 1984 IWCs formal-eleganteste Linie — flaches rundes Stahl- oder Goldgehäuse, klassisches Drei-Zeiger-Zifferblatt mit römischen Indices, Saphirglas-Sichtboden auf höheren Sub-Modellen. Werks-Generationen: aktuell Cal. 35111 / 35112 (ETA-2892-Basis modifiziert) bei Drei-Zeiger-Modellen, Cal. 51011 / 52000 bei 7-Day-Versionen, Cal. 79320 bei Chronograph-Versionen. Modell-Größen 37 bis 42 mm. Service-Charakteristik: das flache Gehäuse hat weniger Reserve-Toleranz für Bodenöffnung, wir nutzen Drehmoment-Schraubendreher in 0,1-Nm-Stufen für Sichtboden-Schrauben. Bei Portofino 7 Days mit Cal. 52000: Pellaton-Service-Workflow wie bei Portugieser oder Big Pilot.

Pilot’s Watch in der historischen Tradition — von der RAF zur Top Gun

Die IWC-Pilot-Familie ist die längste durchgehende Pilot-Tradition in der Schweizer Uhrmacherei. Vier historische Bögen prägen das Sammler-Bewusstsein und tauchen in der Werkstatt regelmäßig auf, wenn Sammler Vintage-Pilots zur Service-Aufnahme bringen.

1936 — Mark IX und der Beginn. Die Mark IX (Ref. 152) war IWCs erste Armbanduhr für Piloten — entwickelt für die britische Royal Air Force. Cal. 83-Handaufzug, weiches Eisenkern-Gehäuse zur Magnetfeld-Abschirmung, schwarz lackiertes Zifferblatt mit großen weißen Indices. Heute sind Mark-IX-Originale extrem selten und sammlerwert sechsstellig. Bei einer Mark IX zur Revision dokumentieren wir den Werks-Zustand fotografisch und öffnen das Werk nur bei klarem Service-Bedarf — Cal. 83 ist gut wartbar, Original-Bezugsteile aber praktisch nicht verfügbar.

1939 — die B-Uhr „Fl 23883”. Die deutsche Luftwaffe orderte 1939 eine Beobachtungsuhr mit 55 mm Durchmesser, großer Konus-Krone für Fliegerhandschuhe, schwarzem Zifferblatt mit weißer Schrift und Cal. 52 T.S.C. als Werk. IWC baute diese B-Uhr (zusammen mit A. Lange & Söhne, Wempe, Stowa und Laco) als militärisches Beschaffungsprojekt unter dem Kennzeichen „FL23883” — die Uhr war Teil der Bordausstattung deutscher Bomber-Besatzungen. Originale B-Uhren mit IWC-Werk sind heute Sammler-Ikonen mit sechsstelligem Marktwert. Service ist Vintage-Spezialarbeit höchster Komplexität — Cal. 52 T.S.C. ist eine Vintage-Werks-Generation, die kaum Bezugsteile-Verfügbarkeit hat. Wir öffnen Original-B-Uhren nur in absolut zwingenden Service-Fällen, mit ausführlicher fotografischer Dokumentation und vorher abgestimmtem Service-Umfang.

1948 — Mark XI und der RAF-Standard. Nach dem Zweiten Weltkrieg orderte die britische RAF eine standardisierte Pilot-Uhr nach Vorgabe-Specifikation 6B/346: 36 mm, weicher Eisenkern, Anti-Magnet-Lager, präzises Cal. 89-Handaufzug-Werk. IWC und Jaeger-LeCoultre lieferten beide nach dieser Spezifikation. Die Mark XI war bis 1981 im aktiven RAF-Dienst — die längste Service-Lebensdauer einer Pilot-Uhr in einer einzelnen Air Force. Vintage-Mark-XI mit IWC-Werk ist heute eines der gefragtesten Pilot-Sammler-Modelle; gut erhaltene Exemplare mit Original-Cal. 89 erreichen mittlere fünfstellige Auktionspreise. Service ist Cal.-89-Standard-Wartung — Hand-Aufzug-Werk gut wartbar, mit Werks-spezifischer Reglage in Chronometer-Toleranz, weil die RAF-Spezifikation keine Toleranz-Abweichung erlaubte.

Big Pilot Re-Edition und die heutige Linie. Die aktuelle Big-Pilot-Familie zitiert die historische B-Uhr-Konstruktion in moderner Form — 46 mm Stahlgehäuse, konische Krone, schwarzes Zifferblatt, brauner Lederband im B-Uhr-Stil. Der Werks-Bezug ist aber komplett modern (Cal. 5111 mit 7-Tage-Pellaton statt Cal. 52 T.S.C. mit Mittelsekunde). Service-Workflow ist Pellaton-Standard, mit besonderer Aufmerksamkeit auf die große Krone und die 7-Tage-Gangreserve-Anzeige. Bei der Big Pilot 5111 Heritage-Sub-Edition mit Beobachtungsuhr-Layout (limitiert, mehrere Sub-Auflagen) prüfen wir bei Service zusätzlich die Zifferblatt-Schrift auf historische Original-Geometrie, weil Heritage-Sub-Modelle bei Sammlern den Re-Edition-Bezug erkennbar halten sollen.

Häufige Service-Anlässe — woran erkennen Sie eine Revisions-Bedürftigkeit

Portugieser Automatic / Big Pilot: Pellaton-Wirkungsgrad-Verlust ist der typische Erstindikator — die Uhr läuft nicht mehr 7 Tage, sondern nur noch 4-5. Häufigste Ursache: Klemmrollen-Verschleiß oder ausgehärtetes Pellaton-Öl. Wir reinigen den Pellaton-Aufzug komplett, ersetzen Klemmrollen wenn nötig (Werks-Original), schmieren mit Werks-Spezifikation. Nach Service ist die 7-Tage-Gangreserve wieder voll. Zweiter häufiger Anlass: Krone schwergängig — Bezugs-Krone und Tubus auf Verschleiß prüfen, Dichtung erneuern.

Pilot Chronograph (Cal. 79320 / Cal. 89361): Drücker-Hängeln nach 4-5 Jahren ist Standard — Schaltrad oder Säulenrad muss gereinigt und neu geschmiert werden. Magnetisierung ist bei Pilot-Chronograph-Trägern überdurchschnittlich häufig (Tablet-Magnete im Cockpit, magnetische Halterungen) — wir entmagnetisieren am Cal-Master und prüfen die Ganggenauigkeit nach. Bei Cal. 89361 zusätzlich: 7-Tage-Test am Witschi-Prüfstand wegen Säulenrad-Setzungsverhalten.

Ingenieur Vintage / Aktuelle Ingenieur: Vintage-Ingenieur (Cal. 8531): Restmagnetisierung kann auch nach Anti-Magnet-Konstruktion auftreten, wenn die Uhr starken Magnetfeldern (MRT, Industrie-Magnete) ausgesetzt war. Aktuelle Ingenieur 32111: Standard-Automatik-Service-Anlässe — Wasserdichtigkeit-Verlust, Aufzug-Schwergängigkeit, Datums-Schaltwerk-Verschleiß.

Generell IWC: Beschlag unter dem Glas (akut: sofort einsenden, sonst Korrosionsschaden am Werk), Aufzug-Wirkungsgrad gefallen (Pellaton-Service), Krone schwergängig oder undicht, plötzliche Gangabweichung über ±10 s/Tag (Magnetisierung oder Hemmungsverschiebung). Bei diesen Symptomen sollten Sie nicht warten — IWC-Werke sind robust, aber die Folgekosten einer aufgeschobenen Revision können hoch sein, weil Verschmutzung in Pellaton oder Säulenrad zu Verschleiß an verbauten Komponenten führt.

Vintage-IWC-Service — was wir bei alten Werken anders machen

Vintage-Modelle (Cal. 89, Cal. 853 / 854, Cal. 8531, frühe Cal. 5111-Generationen, Mark IX / Mark XI / B-Uhren-Reedition) bekommen bei uns einen anderen Workflow als aktuelle Werke. Drei Prinzipien:

Original-Substanz erhalten. Eine Vintage-IWC mit gealtertem Tritium-Lume, leicht patiniertem Zifferblatt und Original-Werk ist im Sammlermarkt mehr wert als dieselbe Uhr mit allen Teilen neu. Wir tauschen nur, was funktional unverzichtbar ist — Federn, Hauptzugfeder, Dichtungen — und lassen Lume, Zifferblatt, Zeiger, Krone und sichtbare Bauteile im Original, sofern technisch vertretbar. Tritium nie überlumieren — das senkt den Sammlerwert nachhaltig.

Pellaton mit Original-Schmierstoffen. Vintage-Pellaton-Werke (Cal. 853 / 854, frühe 5111-Generationen) brauchen die werks-spezifische Schmierfolge — moderne synthetische Öle haben einen anderen Reibungs-Koeffizienten und können den Pellaton-Wirkungsgrad bei alten Werken negativ beeinflussen. Wir nutzen für Vintage-IWC-Werke die gleichen Schmierstoffe wie IWC selbst, aus dem Hersteller-Bezug.

Toleranz statt Optimum. Vintage-IWC-Werke laufen nach 40-60 Jahren oft am unteren Werks-Toleranz-Rand (-2 bis +6 s/Tag) — das ist normal und bei Sammlern oft erwünscht. Eine Justage auf Chronometer-Toleranz wäre möglich, würde aber die Reglage ans Limit bringen und im Alltag schneller wieder driften. Wir justieren in originaler Werks-Toleranz und dokumentieren den 6-Lagen-Lauf am Witschi-Prüfstand mit, sodass der Sammler nachvollziehen kann, was sich in welcher Lage verhält.

Bei Vintage-IWC-Modellen mit hohem Sammlerwert (Mark XI, Original-Ingenieur Ref. 666 / 1832, frühe B-Uhren) klären wir vor jedem Eingriff den Service-Umfang ab und liefern den Kostenvoranschlag mit fotografierter Werks-Aufnahme — Sie sehen, in welchem Zustand wir die Uhr vorgefunden haben, bevor wir loslegen.

Service-Intervalle — Empfehlung und Realität

IWC empfiehlt offiziell eine Komplettrevision alle 5 bis 7 Jahre. Bei Pellaton-Werken setzen wir typischerweise früher an, weil der Pellaton-Aufzug bei viel-getragenen Uhren stärker beansprucht wird:

  • Big Pilot oder Portugieser Automatic im Alltag: 5 bis 6 Jahre. Aufzug-Klemmrollen sind die ersten Verschleißpunkte.
  • Klassische Portofino oder Da Vinci im Büro-Alltag: 7 bis 9 Jahre.
  • Pilot Chronograph mit Cal. 79320: 5 bis 7 Jahre — Chronograph-Hebel und Schaltrad brauchen regelmäßige Wartung.
  • Vintage-IWC mit Cal. 89 oder Cal. 853: 10 bis 15 Jahre, wenn die Uhr läuft. Vintage-Werke sind robuster, dafür altert das Original-Öl materialbedingt.

Anzeichen für sofortigen Service-Bedarf: Aufzug-Wirkungsgrad gefallen (Uhr läuft nur noch 2-3 Tage statt 7), Krone schwergängig oder undicht, Beschlag unter dem Glas, bei Chronographen verharkte Schaltung, sichtbare Werks-Magnetisierung mit Gangabweichung über ±10 Sek/Tag.

IWC-Kaliber

Werke, die wir kennen.

Eine Auswahl der IWC-Manufakturwerke, die regelmäßig auf unserem Tisch landen.

52010
Pellaton 7-Tage
Frequenz 28.800 A/h
Gangreserve 168 h
Federhäuser 2 in Reihe
Portugieser Automatic, Portofino 7-Days
52615
Ewiger Kalender
Frequenz 28.800 A/h
Gangreserve 168 h
Schaltjahr-Logik bis 2499
Portugieser Perpetual Calendar
5111
Big-Pilot-Pellaton
Frequenz 28.800 A/h
Gangreserve 168 h
Krone Konus, doppelte Dichtung
Big Pilot's Watch, Spitfire
89361
Manufaktur-Doppelchronograph
Frequenz 28.800 A/h
Gangreserve 68 h
Funktion Flyback + Säulenrad
Portugieser Chronograph Doppel, Pilot Chrono
79320
Valjoux-7750-Chrono
Frequenz 28.800 A/h
Gangreserve 44 h
Service Standard
Pilot Chronograph klassisch, Aquatimer Chrono
32111
Manufaktur-Automatik
Frequenz 28.800 A/h
Gangreserve 72 h
seit 2023
Ingenieur Genta-Re-Issue, Portofino
89630
Ewiger-Kalender-Chrono
Frequenz 28.800 A/h
Gangreserve 68 h
Komplikation Perpetual + Chrono
Da Vinci Perpetual Calendar
8531
Vintage-Anti-Magnet
Frequenz 19.800 A/h
Gangreserve 42 h
Jahre 1955–1976
Ingenieur Vintage Ref. 666 / 1832
Was wir tun

Service-Leistungen für Ihre IWC.

Pellaton-Aufzug-Service

Klemmrollen-Inspektion am Mikroskop, Klauen-Federn-Spannung prüfen, Pellaton-spezifische Schmierung mit Werks-Originalölen — typischer Service-Anlass bei 7-Tage-Werken nach 5-6 Jahren.

  • Cal. 52010
  • Cal. 5111
  • Cal. 8541
  • Vintage-Pellaton

Anti-Magnet-Service

Vintage-Cal.-8531 oder aktuelle Ingenieur-Werke in magnetfeld-armer Werkstatt-Umgebung, Restmagnetisierungs-Test mit Magnetfeld-Tester nach Service.

  • Ingenieur Ref. 666
  • Genta-Ingenieur

Vintage-IWC-Service

Cal. 89, Cal. 853/854, Mark IX/XI, B-Uhr. Original-Substanz erhalten, NOS-Bezugsteile aus Schweizer Lagern, Tritium-Patina nicht überlumieren.

  • Mark XI
  • Vintage-Pellaton
  • B-Uhr-Reedition

Komplikations-Service

Perpetual Calendar (Cal. 52615 / 89630), Annual Calendar (Cal. 52850), Doppelchronograph mit Säulenrad-Justage. 30-Tage-Funktionstest mit Datumssprung Monatsende.

  • Cal. 52615
  • Cal. 89630
  • Klaus-Kalender
Ablauf

In sechs Schritten zur revidierten Uhr.

01

Online-Auftrag

Sie geben Ihre IWC in unserem Online-Formular ein und erhalten ein versichertes Versandlabel per E-Mail.

5 Minuten
02

Versicherter Versand

Versichertes DHL-, UPS- oder FedEx-Label per E-Mail — drucken, aufkleben, abgeben. Bis 25.000 € versichert, Tracking inklusive.

1–2 Werktage
03

Eingang in der Werkstatt

Ankunft in Schramberg. Wir fotografieren, wiegen und legen Ihre Uhr im System an. Eingangsbestätigung per E-Mail.

≤ 24 Stunden
04

Diagnose

Wir prüfen Ihre Uhr, dokumentieren Werks-Zustand mit Fotos und identifizieren Service-Bedarf.

1–3 Tage
05

Kostenvoranschlag

Sie erhalten einen verbindlichen, kostenlosen Kostenvoranschlag per E-Mail. Erst mit Ihrer Freigabe starten wir.

Innerhalb 1 Woche
06

Service & Rückversand

Komplette Werks-Demontage, Pellaton-Service, Werks-Schmierung, 7-Tage-Lauftest in 6 Lagen, dann versicherter Rückversand.

4–6 Wochen
Fragen zum IWC-Service

Klare Antworten.

Sind Sie ein autorisiertes IWC-Service-Center?
Ja. Zeitgenau ist offizieller IWC-Service-Partner für Deutschland. Wir sind offizieller IWC-Servicepartner (IWC-Store-Locator-Listing als Boutique/Service). Wir arbeiten nach den Vorgaben von IWC, mit kalibrierten Werkzeugen und Zugriff auf Original-Ersatzteile für alle aktuellen und vergangenen Kaliber.
Welche IWC-Modelle revidieren Sie?
Alle aktuellen und Vintage-Modelle: Portugieser, Portofino, Pilot's Watch (Mark, Spitfire, Top Gun, Big Pilot), Aquatimer, Ingenieur, Da Vinci. Auch IWC-Manufaktur-Kaliber (52000, 82000, 89000, 98000) und Vintage-Kaliber.
Wie lange dauert eine IWC-Revision?
In der Regel 4 bis 6 Wochen ab Auftragsfreigabe nach Kostenvoranschlag. Bei speziellen Ersatzteilen oder Vintage-Kalibern kann es länger dauern — wir informieren Sie per E-Mail über Verzögerungen.
Was kostet eine IWC-Revision?
Wir kommunizieren keine festen Preise, weil der Aufwand stark von Kaliber, Zustand und benötigten Ersatzteilen abhängt. Nach Eingang Ihrer IWC prüfen unsere Uhrmacher sie und Sie erhalten einen verbindlichen, kostenlosen Kostenvoranschlag per E-Mail. Erst mit Ihrer Freigabe starten wir die Arbeit.
Welche Garantie geben Sie auf die IWC-Revision?
24 Monate Garantie auf alle durchgeführten Arbeiten und ersetzten Teile. Die Nachregulierung im Garantiezeitraum ist für Sie kostenlos.
Können Sie auch aus der Schweiz oder Österreich annehmen?
Ja. Wir nehmen Aufträge aus der Schweiz und Österreich genauso an wie aus Deutschland — der Online-Auftrag funktioniert für DACH-Adressen, das versicherte Versandlabel wird für die jeweilige Versandregion erzeugt. Bei Sendungen aus der Schweiz fällt eine vorübergehende Ausfuhr / Wieder-Einfuhr-Zollabwicklung an (Verfahren der aktiven Veredelung). Wir liefern dazu vorab eine Rückfuhr-Anmeldung mit, sodass keine doppelten Zollkosten entstehen. Bei Detailfragen zur DACH-Logistik rufen Sie uns gerne kurz an.
Meine Big Pilot läuft nicht mehr 7 Tage, sondern nur noch 4 — was ist das?
Das ist der typische Pellaton-Verschleiß-Indikator. Wenn der Pellaton-Aufzug an Wirkungsgrad verliert (Klemmrollen abgenutzt, Klauen-Federn nachgegeben oder Schmierung ausgehärtet), sammelt die Schwungmasse weniger Aufzugs-Energie ein und das Federhaus erreicht nicht mehr seine volle Spannung — die 7-Tage-Gangreserve schrumpft. Wir öffnen das Werk, prüfen die Klemmrollen mikroskopisch, ersetzen sie wenn verschlissen, kontrollieren die Klauen-Federn auf Spannung und schmieren mit Werks-Spezifikation. Nach Service ist die volle Gangreserve wieder da. Diagnose und Kostenvoranschlag sind kostenlos.
Wie unterscheidet sich ein Cal. 89361 vom klassischen Cal. 79350?
Service-technisch deutlich. Cal. 79350 ist Valjoux-7750-basiert mit klassischer horizontaler Kupplung — robust, gut wartbar, Standard-Werkzeuge, breiter Ersatzteil-Markt. Cal. 89361 ist IWC-Manufaktur, vollintegrierter Doppel-Chronograph mit Säulenrad, vertikaler Kupplung und Flyback-Funktion — Service mit Werks-Werkzeug, Säulenrad-Justage am Mikroskop, 7-Tage-Test nach Service. Wir kalkulieren für Cal. 79350 typisch 4-5 Werkstatt-Wochen, für Cal. 89361 typisch 6-8 Werkstatt-Wochen — der Mehraufwand entsteht durch Säulenrad-Setzungs-Test und Werks-spezifische Komponenten-Beschaffung.
Habt ihr Ersatzteile für Vintage-IWC mit Cal. 89 oder Cal. 853?
Eingeschränkt. Für aktuelle Manufaktur-Kaliber (Cal. 52000-Familie, Cal. 32000, Cal. 89360) haben wir Zugriff auf Original-Werks-Ersatzteile. Für Vintage-Werke (Cal. 89, Cal. 853 / 854, Cal. 8531) wird der Markt eng — IWC liefert für diese Werke nur noch eingeschränkt nach. Wir greifen primär auf NOS-Bezugsteile aus kuratierten Schweizer Lagern und Werks-Restbeständen zurück. Repro-Teile vermeiden wir, weil die Toleranz-Geometrie selten passt — bei Vintage-Pellaton-Werken kann ein Repro-Teil den Aufzug-Wirkungsgrad sofort halbieren. Was wir nicht in Original-Qualität bekommen, kommunizieren wir vor dem Eingriff.
Wartet ihr auch die Top-Gun-Modelle mit Keramik-Gehäuse?
Ja. Mechanisch ist eine Top Gun ein Standard-Cal.-79320- oder -89361-Werk und wird wie eine klassische Pilot Chronograph serviciert. Was beim Gehäuse anders ist: Keramik kann nicht klassisch poliert werden, weil Polier-Versuche das Material nur abtragen statt Kratzer auszuarbeiten. Sichtbare Kratzer sind bei Keramik-Modellen Patina, kein Service-Anlass. Wir reinigen das Gehäuse mit Diamant-Pads im Werks-Verfahren, damit die scharfen Kanten erhalten bleiben. Bei stark beschädigten Gehäusen (Bruch, tiefe Macken) ist nur ein Werks-Tausch über IWC machbar — den koordinieren wir auf Wunsch für Sie.
Was bedeutet 'autorisiertes Service-Center' bei IWC für mich konkret?
Es bedeutet: IWC hat unsere Werkstatt offiziell als Service-Partner gelistet, unsere Uhrmacher sind direkt vom Hersteller geschult, wir arbeiten mit den Werks-Spezifikationen (Schmierfolgen, Drehmomentwerte, Toleranzen, Pellaton-Service-Reihenfolge), wir haben Zugriff auf Original-Ersatzteile, und Service-Arbeiten gelten als IWC-konform — also auch im internationalen Garantie-Netzwerk anerkannt. Sie bekommen einen Service-Nachweis und ein Prüfprotokoll, das bei späterem Verkauf den Wert dokumentiert.
Auch über 60 Juweliere und Juweliersketten senden uns ihre IWC-Revisionen.

Diskret gegenüber dem Endkunden, mit dokumentiertem Service-Protokoll und Marken-Autorisierungen wo erforderlich. Mehr zur Werkstatt-Partnerschaft auf der Über-uns-Seite.

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