Speedmaster
Die NASA-zertifizierte Moonwatch und ihre Geschwister. Vier Werks-Generationen (Cal. 321, 861, 1861, 3861) — vom Vintage-Säulenrad bis zur Master-Chronometer-Co-Axial.
Wir sind offiziell gelistetes Omega-Servicecenter und arbeiten nach Hersteller-Vorgaben — mit Originalteilen, Co-Axial-Werkzeug und herstellerzertifizierten Uhrmachern. 24 Monate Garantie auf alle Arbeiten.
Eine Auswahl der Omega-Linien, für die wir besonders oft Service- und Reparatur-Aufträge bekommen.
Die NASA-zertifizierte Moonwatch und ihre Geschwister. Vier Werks-Generationen (Cal. 321, 861, 1861, 3861) — vom Vintage-Säulenrad bis zur Master-Chronometer-Co-Axial.
Aqua Terra, Diver 300m, Planet Ocean, Ultra Deep, PloProf. Die volle Tauchsport-Bandbreite mit Helium-Ventil-Test und Druckprüfung bis zur Hersteller-Toleranz.
Die elegante Linie mit der ikonischen Manhattan-Lünette. Service inklusive Cal. 561/564-Vintage und aktuelle Co-Axial-Master-Chronometer-Werke.
Trésor, Hour Vision Annual Calendar und alle Co-Axial-Linien (Cal. 8500/9300). Service mit kompletter Werks-Demontage und Hemmungs-Justage am Mikroskop.
Omegas erste Master-Chronometer-Uhr mit Pie-Pan-Zifferblatt. METAS-Re-Zertifizierung koordinieren wir auf Wunsch direkt mit Omega Genf.
Die Geschichte beginnt 1848 in La Chaux-de-Fonds, als der 23-jährige Louis Brandt in seinem Heimatort eine kleine Werkstatt für Taschenuhren-Komponenten gründet. Sein Modell: er konstruiert nichts vollständig selbst, sondern setzt fertige Komponenten so präzise zusammen, dass die Endprodukte über die regional üblichen Toleranzen weit hinausgehen. Dieses Vorgehen — das, was wir heute Etablisseur nennen — wird zur Schweizer Standardpraxis und ist auch die Wurzel der späteren Schweizer Großindustrie.
1880 zieht das Unternehmen in die größere Stadt Biel/Bienne, wo bis heute der Hauptsitz und die zentralen Manufakturwerke liegen. Louis Brandts Söhne Louis-Paul und César übernehmen die Firma und bringen 1894 das 19-Linien-Kaliber „Omega” heraus — ein Werk, das in seiner Präzision und Reproduzierbarkeit die Konkurrenz überholt. Der Erfolg ist so durchschlagend, dass die Firma 1903 selbst den Namen Omega annimmt. Der griechische Buchstabe Ω wird zum Markenzeichen, das bis heute auf jedem Zifferblatt erscheint.
1932 wird Omega offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele in Los Angeles — und ist es, mit wenigen Unterbrechungen, bis heute. Diese Rolle erfordert nicht nur extrem präzise Werke, sondern auch eine eigene Mess- und Zeitsteuerungs-Infrastruktur, die Omega über Jahrzehnte aufgebaut hat. Die Auszeichnung als olympischer Zeitnehmer ist das technische Gegenstück zur emotionalen Geschichte der Mond-Speedmaster: ein Beleg dafür, dass Omega in extremen Umständen zuverlässig läuft.
1957 stellt Omega die Speedmaster CK 2915 vor — eine Sport-Uhr für Rennfahrer mit Tachymeter-Skala auf der Lünette statt auf dem Zifferblatt. 1965 qualifiziert die NASA die Speedmaster nach Tests, in denen mehrere Uhren-Marken extreme Belastungen (Vakuum, Vibration, Temperaturwechsel zwischen −18 und +93 Grad Celsius) ausgesetzt wurden. Nur die Speedmaster überlebt sämtliche Tests. 1969 ist sie an Buzz Aldrins Handgelenk auf dem Mond — die einzige Uhr, die bis heute offiziell „Moonwatch” heißen darf.
1999 präsentiert Omega die Co-Axial-Hemmung, entwickelt vom Uhrmacher George Daniels. Eine fundamentale Neuerung der Hemmungsgeometrie, die Reibung minimiert und Service-Intervalle verlängert. 2007 bringt Omega das Aqua Terra >15.000 Gauss — eine Automatik-Uhr, die Magnetfeldern bis 15.000 Gauss standhält (zum Vergleich: ein Magnetresonanz-Tomograph erzeugt typischerweise 30.000 Gauss). 2015 wird der Master Chronometer-Standard eingeführt: jede so zertifizierte Uhr wird zusätzlich zum COSC-Test in acht Tests des METAS (Schweizer Eidgenössisches Institut für Metrologie) geprüft, darunter Magnetfeldfestigkeit bis 15.000 Gauss und Wasserdichtigkeit unter realer Nutzungs-Belastung.
Die Co-Axial-Hemmung, 1999 als Industrie-Innovation präsentiert, ist Omegas wichtigste technische Differenzierung. Das Prinzip: anstelle der klassischen Schweizer Anker-Hemmung (mit gleitender Reibung an drei Punkten) nutzt die Co-Axial drei Räder mit unterschiedlichen Achsen, sodass die Hauptkraftübertragung über Stoßkontakt (statt Gleitkontakt) erfolgt. Das reduziert Reibung auf praktisch null im Hemmungs-Bereich — und damit den Verschleiß.
Service-praktisch heißt das: Co-Axial-Werke laufen länger ohne Service als klassische Hemmungs-Werke, brauchen aber spezialisiertes Werkzeug und besonderes Co-Axial-Öl. Falsches Öl oder unsachgemäße Hemmung-Justage zerstört die Co-Axial-Geometrie schnell — und sehr teuer.
Wir warten Co-Axial-Werke (Cal. 8500/8501 ohne Datum-Schaltung, Cal. 8800/8801 mit Datum, Cal. 8900/8901 mit zweiter Zeitzone, Cal. 9300/9301 als Chronograph) mit Original-Werkzeug und Original-Schmierstoffen aus dem Hersteller-Bezug. Bei jedem Werk:
Master Chronometer ist Omegas eigener, noch strengerer Standard über COSC hinaus. Die Master-Chronometer-Zertifizierung läuft beim METAS und umfasst acht Tests:
Bei Master-Chronometer-Service in unserer Werkstatt führen wir die ersten sechs Tests im Werks-eigenen Prüfumfang durch (eigene Magnetfeld-Spule für 15K-Test, Witschi-Wasserdichtigkeits-Prüfstand, Lauftest mit Lagenwechsel und Reservemessung). Die formale METAS-Re-Zertifizierung kann nur Omega in Genf machen — wenn Sie den METAS-Stempel im Service-Pass benötigen, koordinieren wir das mit Omega.
Bei einer Aqua Terra >15.000 Gauss ist der Service-Workflow leicht anders als bei klassischen Werken: das Werk wird in einem magnetfeld-armen Bereich der Werkstatt zerlegt und montiert. Si14-Spiralen sind magnetfeldfest, aber die Werkstatt-Umgebung sollte trotzdem sauber sein, damit wir bei der Justage am Mikroskop keine externen Magnetfelder einbringen.
Wenige Schweizer Marken haben ihre Identität so sehr durch dokumentierte Extrem-Einsätze geprägt wie Omega. Vier Heritage-Bögen prägen das Sammler-Bewusstsein bis heute — und werden in der Werkstatt regelmäßig sichtbar, wenn Sammler ihre Heritage-Sub-Modelle zur Revision bringen und die Hintergrund-Geschichte mit-erzählen wollen.
Olympia seit 1932 — Photo-Finish, Omega Timing AG, 30 Spiele. Omega wurde 1932 als offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele in Los Angeles gewählt — und ist es, mit wenigen Unterbrechungen, bis heute. Diese Rolle erforderte nicht nur extrem präzise Werke, sondern eine eigene Mess- und Zeitsteuerungs-Infrastruktur, die Omega über Jahrzehnte aufgebaut hat. 1948 in St. Moritz präsentierte Omega die „Magic Eye”-Photo-Finish-Kamera — die erste vollelektronische Zielfoto-Auswertung im Sport. 1968 in Mexiko City folgte die erste vollautomatische Zeitnahme mit Touchpad-Auslösung im Schwimmen. Heute ist die Omega Timing AG (Tochter der Swatch Group) der führende Sport-Zeitnahme-Dienstleister weltweit. Sammler-Relevanz: Omega-Olympia-Sub-Modelle wie die Speedmaster Tokyo 2020 Limited Edition oder die Seamaster Diver 300m Beijing 2022 haben Caseback-Gravuren mit Olympia-Bezug, die bei Service zu erhalten sind — wir polieren Casebacks mit Heritage-Gravuren grundsätzlich nur trocken-mechanisch, weil die Gravur-Tiefe bei aggressiver Politur reduziert wird und der Sammlerwert sofort sinkt.
Apollo 11 und der Mond — Speedmaster als einzige NASA-Werks-Uhr. 1965 qualifizierte die NASA die Speedmaster Professional nach Tests, in denen mehrere Uhren-Marken extreme Belastungen ausgesetzt wurden — Vakuum, Vibration, Temperaturwechsel zwischen −18 und +93 Grad Celsius, Stoß-Belastung, Korrosions-Test. Nur die Speedmaster überlebte sämtliche Tests. 1969 trug Buzz Aldrin (zweiter Mann auf dem Mond, hinter Neil Armstrong, der seine Uhr im Lunar Module ließ) die Speedmaster Ref. ST 105.012 auf dem Mond — bis heute die einzige Uhr, die offiziell „Moonwatch” genannt werden darf. Apollo 13 (1970): die Speedmaster wurde als Backup-Timer für die kritische 14-Sekunden-Triebwerksbrennung verwendet, nachdem die Bord-Computer ausgefallen waren — eine echte Service-Geschichte, die seitdem zur DNA der Speedmaster gehört. Heritage-Sub-Modelle wie die Speedmaster Apollo 11 50th Anniversary (2019), Speedmaster Apollo 13 Silver Snoopy Award und Speedmaster Apollo 17 haben jeweils Caseback-Gravuren mit Mission-Bezug.
James Bond seit 1995 — die Seamaster auf der Leinwand. Pierce Brosnan trug 1995 in „GoldenEye” die Seamaster Diver 300m Quartz mit blauem Zifferblatt und Wellen-Muster — der erste James-Bond-Film mit Omega am Handgelenk (Vorgänger Roger Moore und Sean Connery hatten Rolex). Seitdem ist Omega der offizielle Bond-Watch-Lieferant für jede Eon-Produktion: Daniel Craig in „Casino Royale” (Seamaster Planet Ocean 2906.50), „Skyfall” (Seamaster Aqua Terra 15K Gauss 2231.80), „Spectre” (Seamaster 300 Spectre Limited Edition mit NATO-Strap), „No Time to Die” (Seamaster Diver 300m 007 Edition mit Titan-Gehäuse). Die Bond-Limited-Editions sind in der Werkstatt regelmäßig sichtbar — Caseback-Gravuren mit „007”-Logos oder Mission-spezifischen Codes (z. B. „N1KE000001” für Spectre), Zifferblatt-Details, die nicht in der Standard-Seamaster vorkommen. Bei Service einer Bond-Edition kontrollieren wir Edition-spezifische Komponenten und kommunizieren transparent, falls eine Reparatur das Sub-Modell-spezifische Detail beeinflussen würde.
Marianengraben 2019 — Ultra Deep auf 10.928 m. Im Mai 2019 fuhr der amerikanische Tiefsee-Forscher Victor Vescovo in seinem U-Boot „Limiting Factor” zum tiefsten Punkt des Marianengrabens (Challenger Deep, 10.928 m unter Meeresspiegel). Drei Omega Seamaster Planet Ocean Ultra Deep Professional waren am Roboter-Arm außen am U-Boot befestigt — direkter Kontakt mit Wasser und Druck von 1.100 Bar. Alle drei Uhren funktionierten nach 12 Stunden Marianengraben-Aufenthalt einwandfrei. Daraufhin entwickelte Omega die Seamaster Planet Ocean Ultra Deep (kommerziell 2022, 6.000 m wasserdicht zertifiziert) — die wasserdichteste serienmäßig erhältliche Armbanduhr der Welt. Service-Spezifika sind besonders: Ultra-Deep-Druckprüfung erfordert spezialisierte Hochdruck-Aufnahmen (über das Standard-60-Bar-Witschi-Niveau hinaus), Werks-Schmierung folgt einer eigenen Spezifikation für Tiefsee-Einsatz, Bandanstoss-Geometrie ist auf monolithisches Lyrlugs-System ausgelegt — eine Re-Edition gibt es nicht, der Werks-Tausch im Servicefall ist die einzige Option. Wir koordinieren Service einer Ultra Deep direkt mit Omega — nicht alle Komponenten sind in unserer Werkstatt vorrätig, weil das Volumen der Linie sehr klein ist.
Vintage-Omega — Werke vor 1990 — ist ein Spezialgebiet, das wir besonders bedienen. Drei Charakter-Eigenschaften:
Bei Vintage-Speedmastern ist die Tropic-Glas-Frage wichtig: alte Acrylgläser kratzen leicht, lassen sich aber polieren. Wir bekommen NOS-Tropic-Gläser über das Vintage-Netzwerk (deutsche und schweizerische Auflösungen alter Uhrmacher-Bestände). Saphirglas wirkt moderner, killt aber den Charakter und ist bei Sammlern unerwünscht. Unsere Empfehlung bei Vintage-Speedmastern: Acryl bleibt, polieren wir bei Bedarf nach.
Innerhalb der drei Modell-Linien sehen wir mehrere Werks-Generationen mit deutlich unterschiedlichem Service-Profil. Eine Speedmaster Professional mit Cal. 3861 hat mit einer Vintage-Speedmaster Cal. 321 fast nichts gemeinsam außer dem Namen; eine Seamaster Planet Ocean Cal. 8900 mit Master-Chronometer-Zertifizierung läuft anders als eine klassische Cal. 1120-Seamaster.
Die Speedmaster Professional Moonwatch ist die Modellreihe, mit der Omega 1969 auf dem Mond war — und die seit 1957 in fast unveränderter Form gefertigt wird. Werks-Generationen: Cal. 321 (1957–1968, Säulenrad-Chrono — der Original-Mond-Cal., 2019 in limitierter Auflage wieder im Programm), Cal. 861 (1968–1996, Schaltrad-basiert), Cal. 1861/1863 (1996–2021, modernisierter 861), Cal. 3861 (seit 2021, Master-Chronometer-zertifiziert, Co-Axial-Hemmung). Service-Spezifika sind generationsabhängig: Cal. 321 ist Vintage-Spezialarbeit (Säulenrad-Justage am Mikroskop, Original-NOS-Teile aus Werks-Restbeständen); Cal. 861/1861 ist Standard-Schaltrad-Wartung; Cal. 3861 läuft mit Co-Axial und Master-Chronometer-Zertifizierung — Service nur in magnetfeld-armer Umgebung, weil das Werk antimagnetisch konstruiert ist und nach Service entmagnetisiert und auf Restmagnetisierung geprüft wird. Wasserdichtigkeit der Speedmaster Professional ist auf 5 Bar ausgelegt — keine Tauchuhr, aber Spritzwasser-fest. Bei jeder Revision tauschen wir Boden- und Krone-Dichtung, prüfen Hesalit-Glas (Original) oder Saphir-Glas (Re-Edition) auf Maßhaltigkeit.
Die Speedmaster Racing, Speedmaster Date, Speedmaster Reduced und Speedmaster ‘57 bilden die Tagestauglichkeits-Familie — kleinere Gehäuse (38–42 mm), Automatik-Werke, oft mit Datum. Werks-Generationen: Cal. 1140 / 3220 (Valjoux-7750-basiert, Vintage-Reduced-Modelle bis frühe 2000er), Cal. 9300 / 9301 (Co-Axial-Manufaktur-Chronograph, 60-Stunden-Gangreserve, ab 2011), Cal. 9900 / 9901 (Master-Chronometer-Generation, ab 2017). Service: Cal. 9300 / 9900 sind Co-Axial-Werke und brauchen die Co-Axial-spezifische Schmierfolge — wir nutzen Werks-Originalöle aus dem Hersteller-Bezug. Cal. 9900 zusätzlich Master-Chronometer mit antimagnetischer Si14-Spiralfeder — nach Service Magnetfeld-Test verpflichtend, weil Restmagnetisierung Master-Chronometer-Zertifizierung verletzen würde.
Die Speedmaster Mark II (1969–1972) und Mark III (1971–1973) sind Vintage-Sonderfälle — zylindrische Gehäuse, integrierte Zifferblatt-Konstruktion, jeweils Cal. 861 (Mark II) bzw. Cal. 1040 (Mark III, Automatik). Sammlerwert deutlich gestiegen, Service-Praxis ist Vintage-Spezialarbeit. Bei Mark II: Cal. 861 ist gut wartbar, Ersatzteile noch verfügbar, Original-Plexi-Glas wird bei Service erhalten. Bei Mark III: Cal. 1040 ist eines der wenigen Omega-Automatik-Chronograph-Werke der frühen 1970er — Ersatzteile schwierig, wir greifen auf NOS-Bezugsteile aus kuratierten Lagern. Original-Substanz erhalten — Patina im Tritium-Lume nicht überlumieren, weil das den Sammlerwert sofort halbiert.
Die Seamaster Diver 300M ist Omegas meistgesehene Tauchuhr in der Werkstatt. Werks-Generationen: Cal. 1120 (ETA-2892-basiert, bis 2007, klassische Pre-Co-Axial), Cal. 2500 (Co-Axial-Generation, 2007–2018), Cal. 8800 / 8801 (Master-Chronometer-Generation, ab 2018). Service-Spezifika: 30-Bar-Druckprüfung Pflicht, Helium-Auslassventil bei 10 Uhr (automatisch arbeitend, im Service zerlegt und mit neuem Federdraht montiert), Krone- und Bodendichtungen werden bei jeder Revision erneuert. Bei Cal. 2500 / 8800 zusätzlich: Co-Axial-Hemmung-Schmierung mit Werks-Spezifik-Öl, Master-Chronometer-Werke mit Magnetfeld-Test nach Service. Die Drehlünette mit Schaltrad-Mechanik wird zerlegt, gereinigt, neu gefettet — bei Salzwasser-Trägern oft mit Korrosionsspuren am Schaltrad-Sitz, wir tauschen die Schaltrad-Feder bei Bedarf.
Die Seamaster Planet Ocean ist auf 600 m bzw. 1.200 m Wasserdichtigkeit konstruiert. Werks-Generationen: Cal. 8500 / 8501 (Co-Axial-Manufaktur, ab 2011), Cal. 8900 / 8901 (Master-Chronometer, ab 2016), Cal. 9900 (Chronograph-Variante). Service: Druckprüfung bis 60 oder 120 Bar — wir nutzen einen Hochdruck-Witschi-Prüfstand mit speziell angepassten Aufnahmen für die jeweilige Tiefe-Klasse. Master-Chronometer-Zertifizierung erfordert nach Service einen 8-Tage-Test in 6 Lagen mit Magnetfeld-Belastung (15.000 Gauss) und Toleranz-Prüfung (-/+ 5 s/Tag) — wir führen den Test in unserer Werkstatt durch und liefern das Prüfprotokoll mit. Bei Planet-Ocean-Modellen mit Helium-Ventil: zerlegt, neuer Federdraht und O-Ring, Schaltdruck unter realem Druckaufbau verifiziert.
Die Seamaster Aqua Terra ist Omegas Drei-Zeiger-Sportuhr mit eleganter Linienführung, primär als Daily-Driver konstruiert. Werks-Generationen: Cal. 8500 / 2500 (Co-Axial), Cal. 8500-Master Chronometer (ab 2014), Cal. 8900 / 8901 (aktuelle Master-Chronometer-Generation), Cal. 8500-15.000-Gauss-Variante (>15.000 Gauss antimagnetisch, ab 2013). Die >15.000-Gauss-Variante hat eine Si14-Spiralfeder und antimagnetische Schraubteile — bei Service in magnetfeld-armer Werkstatt-Umgebung, Restmagnetisierung-Prüfung Pflicht. Wasserdichtigkeit 15 Bar (Aqua Terra Standard), Druckprüfung mit Drucksprung. Krone und Tubus auf Verschleiß, Boden- und Krone-Dichtung erneuern.
Die Constellation ist Omegas Chronometer-Linie und seit 1952 im Programm. Werks-Generationen: Cal. 561 (Vintage-Pie-Pan, klassische 1960er-Constellations), Cal. 1110 / 1120 (1990er, ETA-Basis), Cal. 8500 / 8900-Master Chronometer (aktuell). Service: Vintage-Cal. 561 ist eine Spezialarbeit — Chronometer-Toleranz nach Service in 6 Lagen mit Fehlertabelle dokumentieren, Original-Pie-Pan-Zifferblatt nicht reinigen (Patina hält den Wert), Original-Krone und Lünette erhalten. Aktuelle Constellation mit Cal. 8500 / 8900: Master-Chronometer-Service-Workflow wie bei Seamaster, mit zusätzlichem Augenmerk auf das integrierte Bracelet — die Bandanstoss-Geometrie ist eng toleriert, Federsteg-Sicherung wird geprüft.
Die Globemaster (seit 2015) ist die erste Master-Chronometer-zertifizierte Omega — sie hat dem ganzen Master-Chronometer-Standard das Gesicht gegeben. Werk: Cal. 8900 mit Co-Axial-Hemmung, Si14-Spiralfeder, Pie-Pan-Zifferblatt als historisches Zitat. Service: Master-Chronometer-Workflow Pflicht — 8-Tage-Test, Magnetfeld-Belastung 15.000 Gauss, Toleranz -/+ 5 s/Tag in 6 Lagen. Wir führen den vollständigen Master-Chronometer-Test in der Werkstatt durch und liefern das Prüfprotokoll als PDF mit. Pie-Pan-Zifferblatt und gerillter Lünettenring sind Sammler-relevante Details — bei Service nicht reinigen oder polieren.
De Ville Hour Vision und De Ville Trésor sind Omegas elegante Drei-Zeiger-Familien — flache Gehäuse, Saphir-Sichtboden, Detail-Veredelung sichtbar. Werks-Generationen: Cal. 8500 / 8501 (Hour Vision Original-Generation), Cal. 8900 / 8901 (aktuelle Hour-Vision Master-Chronometer), Cal. 8910 / 8911 (Trésor — extra-flache Variante mit reduzierter Bauhöhe). Service: bei Trésor besondere Aufmerksamkeit für die Bauhöhe — der Sichtboden ist sensibel, Schraub-Drehmomente eng toleriert, weil das flache Gehäuse keine Reserve-Toleranz für ungleichmäßiges Anziehen hat. Wir nutzen Drehmoment-Schraubendreher in 0,1-Nm-Stufen für Sichtboden-Schrauben.
Speedmaster Professional / Racing / Date: Drücker-Hängeln nach 4-6 Jahren ist der häufigste Erstindikator — bei Cal. 1861/3861 typisch Schaltrad-Verschmutzung, bei Cal. 9300/9900 Säulenrad-Reinigung. Tachymeter-Lünetten-Lockerheit deutet auf gealterte Lünetten-Dichtung hin (Standard-Service). Bei Cal. 9300/9900 Master-Chronometer: Restmagnetisierung kann auch nach Anti-Magnet-Konstruktion auftreten, wenn die Uhr starken Magnetfeldern ausgesetzt war.
Seamaster Diver 300M / Planet Ocean / Aqua Terra: Wasserdichtigkeits-Verlust nach 4 Jahren ist Standard — Salzwasser-Träger oder häufige Sauna-Nutzung verkürzen das auf 2-3 Jahre. Drehlünetten-Schwergängigkeit ist ein typisches Salzwasser-Symptom (Schaltrad-Korrosion). Bei Planet Ocean ist gelegentlich das Helium-Ventil-Schaltgeräusch verändert — Indikator für O-Ring-Verschleiß. Aqua-Terra-Trägern empfehlen wir Service alle 5 Jahre, weil die Co-Axial-Hemmung im Daily-Driver-Einsatz die meisten Stunden sammelt und die Schmierung systematisch belastet wird.
Constellation / Globemaster / De Ville: Master-Chronometer-Werke (alle aktuellen Linien): Standard-Service-Anlässe sind Aufzug-Schwergängigkeit, Wasserdichtigkeits-Verlust und Datums-Schaltwerk-Verschleiß. Restmagnetisierung sollte bei diesen Werken eigentlich nicht auftreten (>15.000 Gauss antimagnetisch konstruiert), aber wir prüfen jede Master-Chronometer-Uhr nach Service mit dem Magnetfeld-Tester — bei Verdachtsfall der Träger-Anamnese (z.B. MRT-Belastung) ist Magnetfeld-Test verpflichtend. Vintage-Constellation Cal. 561: Service nur bei Symptomen, Pie-Pan-Patina erhalten.
Generell Omega: plötzliche Gangabweichung über ±10 s/Tag (Magnetisierung oder Hemmungsverschiebung), Aufzug-Schwergängigkeit, Beschlag unter dem Glas (akut: sofort einsenden), Krone schwergängig oder undicht. Bei Co-Axial-Werken (alle Werke ab Cal. 2500): Anzeichen für Service-Bedarf können subtiler sein als bei klassischen Hemmungen, weil die Co-Axial-Konstruktion die Reibung deutlich reduziert — typisch sieht man bei Co-Axial-Werken erst Symptome, wenn die Schmierung schon weit gealtert ist. Deshalb empfehlen wir bei Co-Axial-Modellen feste Service-Intervalle alle 6-7 Jahre, unabhängig von sichtbaren Symptomen.
Omega empfiehlt offiziell eine Komplettrevision alle 5 bis 7 Jahre. Diese Empfehlung gilt für regelmäßig getragene Uhren mit normaler Beanspruchung. In der Werkstatt-Realität sehen wir aber Variabilität:
Anzeichen für sofortigen Service-Bedarf, unabhängig vom letzten Service-Datum:
Eine Auswahl der Omega-Manufakturwerke, die regelmäßig auf unserem Tisch landen.
Demontage am Mikroskop, Drehmoment-spezifische Hemmungs-Justage, Co-Axial-spezifische Schmierung mit Originalölen, 7-Tage-Lauftest in sechs Lagen.
Magnetfeld-Test bis 15.000 Gauss, Wasserdichtigkeit nach Hersteller-Toleranz, Ganggenauigkeits-Prüfung in sechs Lagen — mit eigener METAS-tauglicher Mess-Infrastruktur.
Cal. 321, Cal. 561/564, Tritium-Indices erhalten, NOS-Tropic-Glas, Sammlerwert-Recherche vor jedem Eingriff bei wertvollen Sammler-Stücken.
Vakuum- und Drucktest statisch sowie dynamisch nach Hersteller-Toleranz, inklusive Helium-Ventil-Prüfung bei Diver 300m und Planet Ocean.
Sie geben Ihre Omega in unserem Online-Formular ein und erhalten ein versichertes Versandlabel per E-Mail.
Versichertes DHL-, UPS- oder FedEx-Label per E-Mail — drucken, aufkleben, abgeben. Bis 25.000 € versichert, Tracking inklusive.
Ankunft in Schramberg. Wir fotografieren, wiegen und legen Ihre Uhr im System an. Eingangsbestätigung per E-Mail.
Wir prüfen Ihre Uhr, dokumentieren den Zustand mit Fotos und identifizieren Service-Bedarf.
Sie erhalten einen verbindlichen, kostenlosen Kostenvoranschlag per E-Mail. Erst mit Ihrer Freigabe starten wir.
Komplette Werks-Demontage, Reinigung, Werkzeug-spezifische Justage, 7-Tage-Lauftest, dann versicherter Rückversand.
Diskret gegenüber dem Endkunden, mit dokumentiertem Service-Protokoll und Marken-Autorisierungen wo erforderlich. Mehr zur Werkstatt-Partnerschaft auf der Über-uns-Seite.
Versichertes Versandlabel per Mail, transparenter Kostenvoranschlag, 24 Monate Garantie auf unsere Arbeit.