Druck und Vakuum, statisch und dynamisch.
Vor dem Sommerurlaub oder nach einem Stoß: Witschi-Prüfstand bis zur Hersteller-Toleranz, Vakuum-Vortest gegen Lecks, dynamischer Drucksprung wie es Hersteller-SAV verlangen. Mit Prüfprotokoll.
Vakuum vor Druck, statisch vor dynamisch.
Eine Uhr, die als wasserdicht verkauft wurde, bleibt das nicht ewig. Dichtungen altern, Krone und Tubus verschleißen, das Gehäuse bekommt feine Risse durch Stoß oder Druckwechsel. Wer einmal jahrelang nicht prüft, der entdeckt das Problem im Sommer-Urlaub.
Wir testen das Gehäuse in zwei Stufen. Erst der Vakuum-Vortest: Gehäuse unter Unterdruck setzen, Volumen-Anstieg messen. Klassische Methode, um winzige Krone-Tubus-Lecks zu identifizieren, bevor das Gehäuse unter Druck kommt. Ein leckes Gehäuse unter 30 Bar Druck zu fluten ist sonst der schnellste Weg zu einem Wassereintritt im Werk.
Dann der statische Drucktest bis zur Hersteller-Toleranz (Submariner: 30 Bar, Sea-Dweller: 122 Bar, klassische Modelle: 3 oder 5 Bar), gefolgt vom dynamischen Drucksprung mit zusätzlich 1 Bar — wie es Rolex, Omega und andere Hersteller in der eigenen Service-Spezifikation verlangen. Bei Sea-Dweller- und Deepsea-Modellen prüfen wir zusätzlich das automatische Helium-Auslassventil. Sie bekommen ein schriftliches Prüfprotokoll mit Prüfdruck, Prüfdauer und Datum.
Vier Schritte vom Eingang bis zum Prüfprotokoll.
Was zwischen Eingang und Rückversand passiert.
Eingangs-Bestandsaufnahme
Uhr fotografieren, Hersteller-Bar-Angabe ablesen, Krone-Tubus-Zustand prüfen, eventuelle Stoß-Spuren oder Glas-Risse dokumentieren.
Vakuum-Vortest
Gehäuse unter Unterdruck setzen, Volumen-Anstieg messen. Bei sichtbarem Leck: Diagnose und Rücksprache mit Ihnen, ob Standard-Service mit Dichtungs-Tausch oder Reparatur-Auftrag.
Statischer Drucktest + Drucksprung
Druck statisch bis zur Hersteller-Toleranz, Prüfdauer 5 Min. Anschließend dynamischer Drucksprung mit 1 Bar Zusatz. Bei Sea-Dweller / Deepsea zusätzlich Helium-Auslassventil-Test.
Prüfprotokoll & Dichtungs-Tausch
Wenn der Test passt: Prüfprotokoll erstellen, Rückversand. Wenn der Test fehlt: Dichtungs-Tausch (Boden, Krone, Glas) und erneute Prüfung.
Was im Service drin ist.
In der Dichtheitsprüfung enthalten
- Vakuum-Vortest am Witschi-Vakuumtester
- Statischer Drucktest bis zur Hersteller-Toleranz
- Dynamischer Drucksprung-Test (1 Bar Zusatz)
- Helium-Auslassventil-Test bei Sea-Dweller / Deepsea
- Boden-, Kronen- und Glasdichtungen prüfen
- Erneuerung defekter Dichtungen (Original-Schweizer-Bezug)
- Schriftliches Prüfprotokoll mit Prüfdruck und Datum
- Versicherter Rückversand
Nicht enthalten — auf Wunsch separat
Vor dem Tauschen: prüfen.
Wenn der Drucktest fehlt und Dichtungen erneuert werden müssen, bekommen Sie vorher einen Kostenvoranschlag mit Material- und Arbeits-Position. Sie entscheiden, ob wir tauschen oder die Uhr unverändert zurückschicken.
- 01
Sie senden ein
Online-Formular, versichertes Versandlabel kostenlos per E-Mail.
- 02
Wir prüfen
Vakuum-Vortest, statischer + dynamischer Drucktest. Bei bestandenem Test: Prüfprotokoll. Bei Leck: Kostenvoranschlag für Dichtungs-Tausch.
- 03
Sie entscheiden
Tausch zustimmen, Standard-Service, oder Uhr unverändert zurück — ohne Berechnung.
- 04
Wir versenden
Prüfprotokoll mit Vor-/Nach-Werten, versicherter Rückversand.
100 Tage Wasserdichtigkeits-Garantie, 24 Monate auf neue Dichtungen.
Auf Wasserdichtigkeit nach Service geben wir 100 Tage volle Garantie. Tritt in dieser Zeit ein Wassereintritt auf, der nicht durch Crash-Schäden (Sturz, Glasbruch, Krone abgerissen) verursacht ist, übernehmen wir die komplette Folgereparatur kostenlos.
Auf erneuerte Dichtungen geben wir zusätzlich 24 Monate Werkstatt-Garantie. Material-Garantie der Schweizer Dichtungs-Lieferanten (Boden, Krone, Glas) deckt das selbe Zeitfenster ab.
Häufige Fragen zur Dichtheitsprüfung.
Wie oft sollte ich eine Uhr auf Dichtheit prüfen lassen?
Eine generelle Empfehlung: alle 3 bis 5 Jahre bei aktiv getragenen Sport-/Tauchuhren, alle 5 bis 7 Jahre bei klassisch getragenen Modellen. Anlass-Prüfung: vor jedem Tauchurlaub, nach einem unkontrollierten Sturz, oder wenn Sie Beschlag unter dem Glas sehen. Dichtungen altern materialbedingt — auch wenn Sie die Uhr nicht im Wasser tragen, werden sie mit der Zeit hart und verlieren ihre Elastizität.
Welcher Druck wird geprüft?
Wir prüfen statisch bis zur Hersteller-Toleranz, die auf dem Boden Ihrer Uhr eingraviert ist. Eine 3-Bar-Uhr (typisch klassische Damen- und Herren-Modelle) wird auf 3 Bar gedrückt, eine 10-Bar-Sport-Uhr auf 10 Bar, eine Submariner mit 30 Bar auf 30 Bar, eine Sea-Dweller auf 122 Bar, eine Deepsea Challenge auf 390 Bar. Plus: dynamischer Drucksprung mit zusätzlich 1 Bar — wie es Hersteller-SAV in der Service-Spezifikation verlangen, weil rein statisch geprüfte Gehäuse unter realer Bewegung versagen können.
Was bedeutet die Bar-Angabe auf meinem Uhrenboden?
Die Bar-Zahl gibt den Druck an, dem das Gehäuse statisch standhalten muss. Faustregel: 1 Bar entspricht etwa 10 Metern Wassertiefe — aber das gilt für statisches Tauchen. Bewegung im Wasser (Schwimmen, Springen, Tauchen mit Strömung) erzeugt zusätzlichen dynamischen Druck. Deshalb: 3 Bar = nicht baden, nur Hände waschen. 5 Bar = duschen ja, schwimmen nein. 10 Bar = schwimmen ja, tauchen nein. 20 Bar = freies Tauchen. 30+ Bar = Pressluft-Tauchen. Die Bar-Angabe ist nicht 1:1 die maximale Schwimm-Tiefe.
Was ist der Vakuum-Vortest und warum machen Sie den?
Vor dem Drucktest: das Gehäuse unter Unterdruck setzen und das Volumen messen. Wenn das Gehäuse winzige Lecks hat (verschlissene Krone-Tubus-Dichtung typisch), bläst es sich unter Unterdruck minimal auf — das messen wir mit dem Witschi-Vakuumtester. Vorteil: ein leckes Gehäuse unter 30 Bar Drucktest zu fluten würde sofort Wasser ins Werk drücken. Vakuum-Vortest identifiziert das risikofrei vorab.
Was ist der dynamische Drucksprung-Test?
Nach dem statischen Test wird zusätzlich ein abrupter Druckanstieg von 1 Bar erzeugt — als ob die Uhr unter Wasser von oben einen kleinen Schlag bekommt. Manche Gehäuse halten statischen Druck, brechen aber unter dem Drucksprung zusammen. Ist Standard im Hersteller-SAV (Rolex, Omega, IWC) und macht Sinn: reale Wasser-Belastung ist nie statisch.
Können Sie auch alte / Vintage-Uhren auf Dichtheit prüfen?
Ja, aber mit Vorsicht. Vintage-Uhren (vor ca. 1990) sind oft nicht für ihre ursprüngliche Hersteller-Bar-Angabe in der heutigen Zeit prüfbar — Acryl-Glas hat geringere Toleranzen, alte Dichtungen können beim Drucktest reißen. Wir prüfen Vintage-Uhren typischerweise bei reduziertem Druck (z. B. 5 statt 30 Bar), kommunizieren aber klar, dass das Ergebnis nicht „Submariner taucht 300m“ heißt.
Vor dem Sommer einsenden — mit Prüfprotokoll zurück.
Online-Formular in zwei Minuten, versichertes Versandlabel per E-Mail. 100 Tage Wasserdichtigkeits-Garantie nach Service.